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PHILOSOPHIE


Anya Midori - www.faltsucht.de (Fotografin: Janine Vogelein)
WIE ENTSTAND MEINE LEIDENSCHAFT ZUM ORIGAMI?
Mein Name ist Anja Markiewicz. Ich wurde 1987 in Leipzig geboren. Bereits im Kindesalter faltete ich, wie viele andere Kinder auch, vom Schiffchen bis zum Papierhut. Im Rahmen meiner Ausbildung als Ergotherapeutin entdeckte ich die Papierfaltkunst neu für mich. Zusammen mit meiner Freundin war ich in der Klasse dafür bekannt, alle Handwerkstechniken im Miniformat zu probieren. So falteten wir zwei auch kleine Origamischiffchen während einer langweiligen Unterrichtsstunde. Und starteten einen kleinen Wettbewerb. Mein Schiff war wirklich sehr klein !

Dies war die Geburtsstunde der Nano-Origamis. Zu Hause recherchierte ich im Internet nach weiteren Faltanleitungen und kaufte später erste Bücher. So entstanden die ersten Ausstellungsobjekte.

Mit dem Ende der Ausbildung als Ergotherapeutin zog ich nach Potsdam zu meinem damaligen Freund, wurde Mitglied im Origami Deutschland e.V. und knüpfte erste Kontakte zu anderen Origamikünstlern. Spätestens auf der ersten Origamiconvention in Salem 2009 packte mich die faltsucht!
WELCHE HILFSMITTEL SIND NOTWENDIG?
Für das Falten der Miniaturen verwende ich ausschließlich meine Hände und einen Zahnstocher. Die kleinen Skulpturen werden aus hauchdünnem Spezialpapier angefertigt ... Und ja, ich falte ohne Lupe!
WOHER KOMMT DIE INSPIRATION?
Gern lasse ich mich durch Origamifreunde zum Ausprobieren neuer Modelle inspirieren. Zudem ist meine Ansammlung von über 100 Origamibüchern ein wahrer Goldschatz an Ideen. Alle Modelle sind von anderen Origamikünstlern entwickelt. Ich falte diese zumeist in normaler Größe und probiere dann die Nanogröße aus. Je kleiner, desto besser!
WOHER KOMMT DIE ENERGIE FÜR SO EINE FILIGRANE ARBEIT?
Wenn man mich fragt, ob das Falten dieser kleinen Arbeiten nicht anstrengend sei, bekommt man ein breites Grinsen und die Antwort: „Nein! Es ist meine Leidenschaft, es ist eine Sucht immer weiter zu falten und die Modelle noch kleiner werden zu lassen!“. Auch wenn man es sich nur schwer vorstellen kann, aber für mich ist das Falten der Nano-Origamis pure Entspannung.